LUCA ENGELHARD

vom klimaschutz zur revolution

Im Angesicht der immer weiter eskalierenden Klimakrise formte sich Ende 2018 die Schüler*innenbewegung „Fridays for Future“ (FFF). Schüler*innen weltweit gingen und gehen Freitags auf die Straße statt zur Schule um einen Wandel hin zu klimagerechter Politik zu fordern. Im Laufe des

Jahres 2019 bekam die Bewegung immer mehr Zulauf und Aufmerksamkeit.

Ich selbst war am 01. März 2019 das erste Mal auf einer FFF Demo. Ich
war zwar schon immer ein Ökokind und politisch Interessiert, fing aber
erst im März 2019 an, mich aktiv zu engagieren und zu organisieren.

Und ging direkt in der Woche nach meiner ersten Demo in mein erstes Plenum von FFF. Mit Fridays for Future wurde Stuttgart meine politische Heimat.

Durch gemeinsame politische Arbeit mit Genoss*innen aus anderen Gruppen, sowohl lokale Klimagruppen und bundesweiten Organisationen wie zum Beispiel das Antikohlebündnis „Ende Gelände“, inhaltlicher Auseinandersetzung und Diskussion mit vielen Menschen und eigener Recherche setzte ich mich immer mehr mit politischer Theorie und Praxis auseinander.

Im Laufe der Zeit wurde mir immer bewusster, wie tiefgreifend und verwoben die Ursachen der Kliamkrise und anderer globaler Ungerechtigkeiten sind. So wurde mir immer mehr bewusst, wie wichtig ein grundsätzlicher, ja radikaler, Wandel ist, damit wir eine Welt haben, in

der wir leben wollen und können. Das und andere Frustrationen mit Theorie und Praxis bei FFF führte dazu, dass ich mich immer weniger mit dieser Bewegung identifizieren konnte.

Im Herbst 2020 machte ich dann wegen Burnout und Studienbeginn eine Pause, von der ich nie wirklich zu FFF zurück gekommen bin.

Denn wir brauchen mehr als nur Forderungen an Entscheidungsträger*innen, dass sie doch bitte ein bisschen was fürs Klima machen sollen.

Wir können nicht darauf vertrauen, dass Menschen, deren Macht und Einfluss auf einem System beruht, dass die Klimakrise erst hervorgebracht hat und weiter befeuert, entwas daran ändern.

Deshalb braucht es nicht nur ein appellative Politik, die Fordert, sondern auch – und meiner Meinung nach wesentlich mehr – agierende Politik und Aktion, die direkt, eigenmächtig und von unten, den Wandel, den wir brauchen, erkämpft, umsetzt und lebt.

Diese Fotoserie zeigt in Beispielbildern meinen Weg vom naiven, unerfahrenen Schulstreikenden, der nur ein bisschen Klimaschutz gefordert hat zu einer Überzeugung von radikaler, revolutionärer Veränderung von Unten.

instagram: @luca__engelhard

website: lucaengelhard.com